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Geschichte
Der Beginn:
1990–1996
Bassist Marc Lynn
Gotthard wurden zu Beginn des Jahres 1991 im Tessin unter dem Namen
Krak ins Leben gerufen. Nachdem sich der ehemalige Krokus-Bassist und
Mentor Chris von Rohr der Band als Produzent und Co-Songwriter annahm,
benannten sie sich in Gotthard um und unterschrieben einen
Plattenvertrag bei BMG. Das selbstbetitelte Debütalbum
erschien
1992 und wurde in der Schweiz aus dem Stand zu einem riesigen Erfolg.
Es landete auf Platz 5 in den nationalen Charts und die Band tourte als
Support für Satrox durch die Schweiz, mit Magnum durch
Grossbritannien und als Vorband von Victory (im Frühjahr) und
Magnum (im Herbst) durch Deutschland. Des Weiteren spielte die Band
beim Foundations Forum in Los Angeles und eröffnete
für Bryan
Adams in Zürich.
In der Besetzung Steve Lee (Gesang), Leo Leoni (Gitarre), Marc Lynn
(Bass) und Hena Habegger (Schlagzeug) spielte die Band 1993 in Amerika
den Nachfolger ein. Dial Hard erschien Anfang 1994 und wurde zum ersten
Nummer-1-Album für Gotthard in der Schweiz. Ein Zustand, den
jedes
weitere Gotthard-Album in der Schweiz erreichte (Stand 2007). Ab 1993
stand Igor Gianola als Tourgitarrist mit der Band auf der
Bühne.
Er begleitete Gotthard bis 1995 auf Tourneen in Europa und Japan, bevor
er erst zu Ain't Dead Yet und später zu U.D.O. wechselte. Auf
der
Tour zum nächsten Album G. (1996) stieß ex-Krokus-,
Asia-
und Cobra-Gitarrist Mandy Meyer zur Band. G. markierte vorerst den
Abschied und gleichzeitig den Höhepunkt der rockenden Jahre.
Gotthard Unplugged und die Folgen: 1997–2002
Schlagzeuger Hena Habegger Habegger, Leoni und Gitarrist Freddy Scherer
Das 1997 veröffentlichte Unplugged-Livealbum D-Frosted
läutete ein neues Zeitalter für Gotthard ein. Bereits
zwei
Monate nach Veröffentlichung erreichte das Album Doppel-Platin
in
der Schweiz. Die Band spielte eine ausverkaufte Tournee durch die
Schweiz und Deutschland und absolvierte Konzerte in Frankreich und
Italien. Im November 1998 supporteten Gotthard Deep Purple in
Frankreich. Das 1999 erschienene Album Open baute auf den Erfolg des
Livealbums auf und präsentierte eine weniger rockige und
gemässigtere Band. Den bisher grössten Singleerfolg
bescherte
ihnen die Ballade Heaven vom nächsten Album Homerun (2001).
Der Song erreichte die Spitzenposition in den nationalen
Singlecharts. Das dazugehörende Album wurde mit
Dreifach-Platin
ausgezeichnet. Im Juni 2001 eröffneten Gotthard für
Bon Jovi
in Zürich, Wien und München, einen Monat
später waren
sie im Vorprogramm von AC/DC in Turin zu sehen.
Neugewonnene Härte: 2003 bis 2009
Die Jahre 2003 und 2004 waren geprägt von einschneidenden
Veränderungen in der Band. Zum einen trennte sich die Band von
Mentor und Co-Produzent Chris von Rohr, um die vom Produzenten
gewünschte Kommerzschiene wieder in Richtung Rock zu verlassen
und
zum anderen verließ Mandy Meyer die Band. Er spielt heute
wieder
bei Krokus. Sein Nachfolger wurde Marc Lynns ehemaliger Bandkollege
Freddy Scherer von China. Gotthard wechselten das Management und
unterschrieben einen Plattenvertrag mit Nuclear Blast. Im Mai 2003
spielten Gotthard als Co-Headliner bei der 300-Jahr-Feier von St.
Petersburg und hatten einen Auftritt im Moskauer Kreml. Das Album Human
Zoo wurde von Marc Tanner (Nelson, American Hi-Fi, ...) produziert und
markiert eine Rückkehr zur rockigeren Seite der Band. In
dieselbe
Kerbe haute auch das 2005 erschienene Album Lipservice, das von Ronald
Prent (u. a. Rammstein) und Leo Leoni produziert wurde. Am 8. Dezember
2005 wurde im fast ausverkauften Hallenstadion Zürich eine
Live-CD
und eine Live-DVD aufgenommen. Die CD Made in Switzerland erschien im
Frühjahr 2006. Die DVD ist im Doppelpack enthalten. Im April
2007
veröffentlichten Gotthard ihr achtes Studioalbum Domino
Effect,
das ebenfalls wieder vorrangig rockige Songs beinhaltet und auch wieder
von Ronald Prent (u. a. Rammstein) und Leo Leoni produziert wurde. Im
Mai wurde Lift U Up von Blick zum offiziellen Fansong zur
Europameisterschaft 2008 gekürt. Der Remix erschien im Juni
2008
und wurde von Mousse T. arrangiert. Ebenso wurde im Juni 2008 die
musikalische Zukunft mit einem weiteren Plattenvertrag gesichert, der
bis zum Jahr 2012 drei weitere Studioalben vorsieht. Das aktuelle Album
ist am 4. September 2009 unter dem Titel "Need to Believe" erschienen;
enthalten ist auch die neue Single "Shangri La". Dieses Album ist der
bisher größte Erfolg der Band. Es ist auch in
Deutschland
zeitweise auf Platz 8 der offiziellen Charts gewesen. Eine weitere
Singleauskopplung namens "Unconditional Faith" wird außerdem
auf
dem Soundtrack des autobiografischen Spielfilms über den
deutschen
Box-Superstar Max Schmeling enthalten sein. Steve Lee Nach dem
großen Erfolg der Band im Vorprogramm von Deep Purple auf
deren
Deutschlandtournee im Jahr 2008 starteten Gotthard 2009 zu einer
großen Europatour. In Deutschland spielen Gotthard zusammen
mit
der schwedischen Rocklegende Europe eine Headlinertour, für
die
sogar Stadien der Dimension der Münchener Olympiahalle gebucht
wurden.
Tod von Steve Lee: 2010
Am 5. Oktober 2010 verunglückte Sänger Steve Lee bei
einem
Verkehrsunfall in der Nähe der Stadt Mesquite im Bundesstaat
Nevada und starb noch an der Unfallstelle. Der letzte Auftritt von
Steve Lee mit Gotthard fand anlässlich der Miss-Schweiz-Wahlen
Ende September 2010 statt, das letzte Konzert vor Publikum am Open Air
Gampel im Wallis im August.
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